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Impressionen
aus Kroatien

Vrsar PDF Drucken E-Mail

Vrsar - Blick auf die Altstadt



Lage:

Gemeindeort mit 1620 Einwohnern südlich von Porec an der Straße Porec – Rovinj.


Umgebung:
In der Nähe des Städtchens Vrsar ist die romantische Lim-Bucht, die natürliche Grenze der Gemeinde Vrsar zur Stadt Rovinj.


Sehenswürdigkeiten:

Die Kirche der heiligen Foska:
Baustil der Kirche (erste Hälfte des 17. Jahrhunderts) weist Merkmale aus der Renaissance mit einigen Barockelementen auf.
Auf dem Kirchturm befanden sich, bis zur Beschlagnahmung für Kriegszwecke, 2 Glocken aus der Glockengießerei Venedigs. Diese wurden während des 1. Weltkrieges entfernt.
Anstelle der entfernten Glocken wurde 1922 eine neue Glocke aufgehangen, auch diese wurde zu Kriegszwecken, diesmal 2. Weltkrieg, entfernt.
Diese Glocken wurden aber für die diversen Kriege wohl doch nicht gebraucht und sind heute im Turm neben der Kirche des hl. Martin ausgestellt.
In der restaurierten Kirche befindet sich heute eine reiche Sammlung sakraler Gegenstände, unter anderem Abbildungen der Folterung des heiligen Foska aus dem 17. Jahrhundert.

Das Hauptstadttor:
Neben der Kirche der St. Foska befindet sich das Hauptstadttor der mittelalterlichen Stadt Vrsar. Das romanische Tor stammt aus dem 13.Jahrhundert. An der Steinplatte oberhalb des Tores ist ein flaches Relief mit einer Miniatur des Löwen des heiligen Marcus ( Symbol der Republik Venedig) zu sehen. Links vor dem Tor ist die erste Volksschule in Vrsar aus dem 19. Jahrhundert.
Auf dem Plateau der alten Stadt Vrsar steht die Pfarrkirche des St. Martin und das alte Kastell ( ehemalige Sommerresidenz der Bischöfe von Porec). In der vorgeschichtlichen Zeit befand sich auf dieser Stelle eine befestigte ovalförmige Siedlung der alten Histri, den Ureinwohnern Istriens.

Die Pfarrkirche des St. Martin:
Die Grundsteine wurden 1804 gelegt, der Bau wurde in der Zeit der französischen Besetzung (1805 bis 1813) fortgesetzt, danach lagen die Bauarbeiten jahrelang still. In der Zeit 1927 bis 1935 wurden die Bauarbeiten beendet und die Kirche vollendet. Der Bischof von Porec Trifun Pederzolli hat am 19.03.1935 die neugebaute Kirche festlich geweiht.

Die Sommerresidenz der Bischöfe von Porec:
Neben der Pfarrkirche befindet sich der halbzerstörte Palast, welcher einst die Sommerresidenz der Bischöfe von Porec war.
Im 12. und 13. Jahrhundert besaßen die Bischöfe einen bescheidenen romanischen Palast, doch im Laufe einiger Jahrhunderte war der ursprüngliche Palast ununterbrochen umgebaut und erweitert worden. Der Palast war mit einer Verteidigungsmauer und Schiesstüren umgeben, Reste der Mauer sieht man noch heute.
Im 19. Jahrhundert wurde der Palast Eigentum der Patrizierfamilie Vergotini aus Porec.

Der alte Platz:

Im Zentrum von Vrsar befindet sich der alte Platz. Auf dem Platz standen früher viele Gebäude von kulturhistorischer Bedeutung. Das heutige Aussehen des Platzes stammt aus dem 19. und 20. Jahrhundert, aber bis zum heutigen Tage sind einige Reste der alten Architektur erhalten geblieben. Im Gebäude mit der alten Uhr und der Glocke auf dem Dach war einst die Gemeindeverwaltung von Vrsar untergebracht. Heute befindet sich darin die Apotheke. Auf dem Platz war einst eine mittelalterliche Pfarrkirche, diese wurde 1941 zerstört. Auf dem Platz befindet sich ein Denkmal den Opfern aus dem 2. Weltkrieg gewidmet. Auf der südwestlichen Seite des Platzes befindet sich das alte romanische Tor.

Das alte romanische Tor:
Dieses Tor ist im Vergleich zum Haupttor kleiner und wird daher das kleine Stadttor genannt.
Das Tor wurde in der 2. Hälfte des 12. oder Anfang des 13. Jahrhunderts gebaut. Das Tor ist aus 13 Steinblöcken gemeißelt. Das Tor war Teil der Stadtmauer, die Torflügel sind aus istrischen Eichenholz. Auf einem Relief befindet sich auch hier ein gemeißelter Löwe des heiligen Marcus. Neben dem Tor sind 2 Kanonenkugeln eingemauert, welche wahrscheinlich von den englischen Schiffen stammten, die damals am Anfang des 19. Jahrhunderts die Städtchen Istriens bombadierten.

Kirche des heiligen Antons:
In der Nähe des alten Tores befindet sich das Kirchlein des heiligen Anton von Padua aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts ( 1656).
Das innere der Kirche ist renoviert und im Sommer werden darin von Zeit zu Zeit Kunstausstellungen veranstaltet.

verlassene Steinbrüche:
Im „wiedergeöffneten“ Steinbruch Montraker findet in den Sommermonaten die internationale Bildhauerschule statt. Die Werke der Künstler bleiben in Vrsar und tragen zur Verschönerung des Ortes bei.

Der Skulpturenpark Dusan Dzamonja:
In unmittelbarer Nähe von Vrsar befindet sich der Skulpturenpark von Dusan Dzamonja. Auf dem Hügeln dicht des Meeres auf mehr als 10 Hektar Weide befinden sich das Atelier des Künstlers, Werkstätten und der Skulpturenpark. Dzamonjas Skulpturen, die mit Hilfe von Nägel und Ketten gemacht wurden, haben besondere Aufmerksamkeit der Weltkritik bei der Biennale in Venedig der sechziger Jahre erregt. Die Werke des Künstlers sind in den Musen New York, London, Paris, Sao Paolo, Antwerpen und vielen anderen Städten der Welt ausgestellt.



Mehr über Vrsar auf dem Blog "Kroatien Erleben"